Die Pride Parade ( Tbilisi Pride ) ist nach gewaltsamen Angriffen auf LGTBIQ* -Aktivist*innen  abgesagt worden. 

Die Pride Parade in Georgiens Hauptstadt Tiflis ist nach gewaltsamen Angriffen auf LGTBQ-Aktivist*innen und Journalist*innen abgesagt worden. “Der Marsch wird heute nicht stattfinden”, erklärten die Organisator*innen auf Facebook. “Wir können keine Menschenleben riskieren”, hieß es zur Begründung. Die Straßen seien “voller gewaltbereiter Angreifer”.

Mehrere Hundert Gegner*innen der Demonstration für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft hatten sich bereits am Vormittag in der Nähe des Parlaments der Hauptstadt versammelt. Vor dem Parlament entfernten die Aktivist*innen eine Flagge der Europäischen Union. Wie auf Fernsehaufnahmen zu sehen war, lieferten sich einige von ihnen gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei und griffen Dutzende Journalist*innen an. Die Organisator*innen der Pride Parade erklärten zudem, dass ihre Büros von “Homophoben” angegriffen worden seien.

Georgien gilt als sehr konservatives Land, die orthodoxe Kirche ist äußerst mächtig in der Kaukasusrepublik. Gegen die Pride Parade hatte sich zudem auch Regierungschef Irakli Garibaschwili ausgesprochen. Er verwies auf die Gefahr von Auseinandersetzungen, weil derartige Demonstrationen “für einen Großteil der georgischen Gesellschaft inakzeptabel” seien.

In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten auch die diplomatischen Vertretungen der USA und der EU die Angriffe sowie “das Versäumnis von Regierungs- und Religionsvertretern, diese Gewalt zu verurteilen”. (Quelle: https://www.zdf.de/)

Ich persönlich denke, dass in Georgien nie ein neues Jahrhundert beginnen wird. Dort ist die Zeit des Mittelalters eingefroren. Der georgische Regierungschef hat letzte Woche öffentlich gesagt, dass das georgische Ziel sei, sich in die EU zu integrieren und einen EU-Mitgliedschaftsantrag im Jahr 2024 zu stellen –  und nun dieser Menschenrechte verachtende, staatlich geduldet und geförderte Vandalismus. Die EU sollte nachdenken, ob wir wirklich solche Vandalen brauchen, ob diese ultrakonservative, eher wilden Menschen in unserer Gesellschaft gebraucht werden! Georgien mag in früheren Jahrhunderten christlich gewesen sein, die heutige orthodoxe Kirche, von der Regierung unterstützt, ist jedoch menschenverachtend und unchristlich!

In Georgien sind täglich Transfrauen und Aktivisten diskriminiert und gewalttätigen Angriffen ausgesetzt! Weder Polizei noch Staat noch Öffentlichkeit reagieren! Niemand von der EU und ihren Mitgliedern gibt eine Reaktion, Georgien und seine Machelite werden geschont. Nur wenn es solche massiven und sichtbaren Demonstrationen gibt, dann kommt manchmal ein ganz kleines Interesse zu diesem Land – Aber niemand interessiert sich wirklich wie schrecklich in Georgien die LGBT+ und Menschenrechtssituation ist. Das ist wirklich traurig. Die EU finanziert die georgische Regierung über verschiedene Projekte aber lässt die georgische Regierung gegen alle Prinzipien der EU agieren! Hier stellt sich die Frage, ob nicht auch Die EU und ihre Mitglieder wie Deutschland indirekt verantwortlich für solche Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen sind und nur auf dem Papier Menschenrechte einfordern. Traurig, traurig. Aber es wird sich so nie ändern!

 

Foto: Tbilisi Pride (https://www.facebook.com/TiflisPride)

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